Think-Tank – Schwerpunkte, Aktivitäten, Projekte

Im Kontext eines Interviews mit unserem Herausgeber Jörg Sommer ist eine Initiative für die Gründung eines bundesweiten ThinkTanks für Partizipation entstanden. Bis zum 15. Februar 2017 konnten auf dieser Seite Vorschläge für inhaltliche Schwerpunkte, Projekte und Arbeitsbereiche zur Diskussion gestellt werden. Alle Vorschläge und Kommentare fließen in die Konzeption des Think Tanks ein, die wir im März vorstellen werden. Mehr über den aktuellen Stand des Projektes finden Sie hier.


17 Kommentare 985 Unterstützer

Berlin ist Lobbyistenland. Und es gibt viele gut vernetzte Gruppen und Verbände, die noch auf alte Elitenpolitik setzen und Partizipation nicht viel abgewinnen können. Hier braucht es Gegengewichte und eine starke Stimme für mehr, tiefere und ergebnisoffene Beteiligung in allen Phasen der Politikentwicklung.  Ein ThinkTank mit advokativem Anspruch könnte diese Stimme sein – und Praktiker genau so wie Wissenschaftler mit Entscheidern zusammenbringen. Parlamentarische Abende zur Partizipation sind überfällig …

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
9 Kommentare 967 Unterstützer

Die Diskussion über ein eigenständiges Beteiligungsgesetz hat gerade erst begonnen. Möglicherweise kann ein solches Gesetz Grundlagen und Anforderungen guter Beteiligung an öffentliches Handeln formulieren und durchsetzen helfen. Überlegungen wie die Schaffung eines Bundesamtes für Beteiligung oder eines Bundesbeteiligungsbeauftragten gehen in eine ähnliche Richtung. Hier könnte ein ThinkTank mit qualifizierten Entwürfen und Konzepten Einfluss auf die Debatte nehmen.

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
11 Kommentare 750 Unterstützer

Demokratie muss man lernen. Hier beckleckert sich unser Bildungssystem bislang nicht gerade mit Ruhm. Junge Menschen lernen viel unnützes Wissen, haben aber kaum Chancen, sich in demokratischer Teilhabe zu üben. Das ist nicht nur ein Thema für außerschulische Angebote (auch davon gibt es zu wenige) sondern auch eine Aufgabe der Institution Schule. Hier könnte ein Thinktank wichtige Impulse geben und erforschen, wie Beteiligung zu einem festen Bestandteil unserer Bildungskultur werden kann.

Ein Vorschlag von Meike Schweisfurth
2 Kommentare 745 Unterstützer

Immer wieder werden Beteiligungsprojekte “an die Wand gefahren”. Manchmal stimmt es mit dem Prozessdesign nicht, manchmal treten unerwartete Konflikte auf, manchmal manipulieren Interessengruppen, manchmal ist aber auch das Vorhaben schlicht zu groß, zu schwer oder emotional zu kritisch. Oft können solche Verfahren dann aus sich heraus keinen Weg finden. Hier könnte eine Art “Kriseninterventionsteam” von erfahrenen Beteiligungsprofis die Träger und Teilnehmer beraten und gemeinsam mit diesen eien Deeskalation der Konflikte erarbeiten.

Ein Vorschlag von E. Fischer
5 Kommentare 736 Unterstützer

Kommunen, Ämter, Ministerien, Verbände und Unternehmen würden sich teilweise gerne auf das Abenteuer Beteiligung einlassen, sind aber unsicher. Sie scheuen häufig davor zurück, weil sie nicht wissen, wen sie wie zu was beteiligen können/sollten. Dienstleister können die Umsetzung erleichtern, sind aber oft, weil “verkaufsgetrieben” keine idealen Begleiter in frühen konzeptionellen Phasen. Mehr Vertrauen hat hier eine unabhängige Institution, die bewußt selbst keine Dienstleistungen anbietet. Ein Arbeitsbereich des ThinkTanks könnte also eine unabhängige Begleitung in frühen, strategischen Überlegungen zur Partizipationsgestaltung – bis hin zur Begleitung bei der Ausschreibung und Auswahl von Dienstleistungspartnern – anbieten.

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
4 Kommentare 698 Unterstützer

Ein möglicher Forschungsbereich des Thinktanks könnte in der theoretischen und praktischen Erörterung der Möglichkeiten und Grenzen von frühzeitigen, emanzipatorischen Beteiligungsoptionen liegen. Im Mittelpunkt stünde dabei die Frage, inwieweit Partizipation ein wirksamer Schutz für die Demokratie ist (Prophylaxe), indem sie das Wissen der Vielen bündelt, die Heterogenität der Meinungen aufnimmt und verarbeitet und so differenzierte Lösungsvorschläge für komplexe, gesellschaftliche Herausforderungen anbietet sowie Beiträge zur gesellschaftlichen Fortentwicklung liefert.

Ein Vorschlag von Prof. Dr. Pierre L. Ibisch
10 Kommentare 562 Unterstützer

In Kürze wird die 2. Ausgabe des KURSBUCH BÜRGERBETEILIGUNG erscheinen. Ein ThinkTank könnte zukünftig die Herausgabe übernehmen, eine Redaktionsgruppe bilden und das Kursbuch zu einer Art Jahrbuch weiterentwickeln, das zukünftig regelmäßig den Stand und die Trends der Partizipation darstellt, analysiert und einen kritischen Blick auf die Beteiligung in unserem Land, aber auch international, bietet.

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
7 Kommentare 555 Unterstützer

Es ist wichtig, nicht nur die kurzfristigen Ergebnisse und Prozesse von Teilhabeverfahren zu untersuchen, sondern ebenso die gesellschaftliche Wirkung zu evaluieren. Dabei wichtige Aspekte, die ein Thinktank beachten sollte, sind: Konzepte mit Zielen und Partizipationsansätzen, Input (Geld, Zeit, Wissen), Aktivitäten und Maßnahmen, Output (Leistungen, Akzeptanz, Zielgruppenerreichung), Outcome (Wirkungen bei Zielgruppen in Bezug auf Wissen, Einstellung und Verhalten sowie Wirkungen auf das direkte Umfeld der Zielgruppen), Impact (Wirkungen auf gesellschaftlicher Ebene).

Ein Vorschlag von Stefan Löchtefeld
4 Kommentare 553 Unterstützer

Die Idee eines Thinktanks überzeugt, insofern dieser Partizipation über die Grenzen der bisherigen Beteiligungspraxis hinaus denkt. Man sollte sich ebenso Fragen der Teilhabe aller Lebensbereiche, bspw. dem des Arbeitsplatzes, intensiv widmen.

Ein Vorschlag von Volker Weber
9 Kommentare 524 Unterstützer

Bei Beteiligungsprozessen geht es nicht nur um Quantität, sondern auch um Qualität. Ein “Design Award” oder Qualitäts-Label für Partizipation könnte ein wertvolles Evaluationsinstrument sein, um die Qualität der langfristigen Beteiligungs- und Politikprozesse zu verbessern.

Ein Vorschlag von Hans Hagedorn
4 Kommentare 510 Unterstützer

Ich bin in einer norddeutschen Kommune für Bürgerbeteiligung zuständig, komme aber wie viele meiner Kollegen in anderen Kommunen aus dem Bereich der Stadtplanung. Für mich wäre neben Fortbildungsangeboten vor allem eine Art Fachinformationsdienst sinnvoll, der regelmäßig über aktuelle Entwicklungen, Angebote, Verfahren informiert, ähnlich wie die Fachinformationsdienste für Umweltschutzbeauftragte, Stadtplaner, Abfallmanagement etc.

Ein Vorschlag von E. Fischer
5 Kommentare 493 Unterstützer

Echte Bürgerbeteiligung geht über die legitimen Mittel von Protest und Verweigerung hinaus und bietet in emanzipatorischer Perspektive Gestaltungsspielräume. Hier bedarf es weiterer Forschung und gesellschaftlicher Impulse – ein lohnenswerte Aufgabe für den ThinkTank, den ich sehr begrüße.

Ein Vorschlag von Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker
1 Kommentar 487 Unterstützer

Der Thinktank sollte sich mit der kritischen Prüfung und Evaluierung von Beteiligungsverfahren und -methoden beschäftigen. Teilhabe heißt nicht immer Teilhabe. Auch internetbasierte Teilhabeplattformen sollten kritisch geprüft werden. Reicht ein Klick um echte Teilhabe möglich zu machen?

Ein Vorschlag von Johanna Schmidt
5 Kommentare 469 Unterstützer

Der ThinkTank könnte jährlich ein großes Barcamp für Beteiligungspraktiker organisieren, das als eine Art “Klassentreffen” und Impulsgeber für die Beteiligungsszene fungiert.

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
3 Kommentare 440 Unterstützer

Ein Thinktank sollte sich auch der Reflexion und Weiterentwicklung von professionellen Aufgabenbereichen wie der Supervision, dem Coaching, Qualitätszirkel oder Triadengespräch widmen. So könnten wachsende Qualität und Standards nicht nur analysiert und weiterentwickelt, sondern auch öfter gewährleistet werden.

Ein Vorschlag von Stefan Löchtefeld
7 Kommentare 433 Unterstützer

Viele Beteiligungsprozesse in Deutschland dienen lediglich der nachträglichen Legitimierung längst getroffener Entscheidungen. Sie sollen Akzeptanz schaffen, aber nicht wirklich beteiligen. Manche sind auch reine PR-Maßnahmen wie zum Beispiel die geskripteten “Kanlzerinnendialoge”. Die Idee der beteiligung wird so beschädigt. Viele Bürger reagieren deshalb sehr ablehnend auf Beteiligunsgangebote, auch auf ernstgemeinte. Ein ThinkTank sollte nicht nur Kriterien entwickeln, anhand derer man rasch erkennen kann, ob eine Beteiligung ernst gemeint und wirksam ist. Er sollte sicha uch nicht scheuen, Scheinbeteiligung offen zu kritisieren und zu dokumentieren. Das macht nicht nur Freunde, aber ist wichtig.

Ein Vorschlag von Meike Schweisfurth
7 Kommentare 398 Unterstützer

Genaue Kompetenzen und Anforderungen an Durchführende von Partizipationsverfahren sind aufgrund ihrer unterschiedlichen Professionalisierungen kaum einheitlich. Der Thinktank könnte sich dieser Kompetenz- und Anforderungsprofilierung forschungstheoretisch widmen. Dahingehend könnte man sich auch mit eventuellen Aus-, Weiter- und Fortbildungen beschäftigen.

Ein Vorschlag von Stefan Löchtefeld
0 Kommentare 264 Unterstützer

Wir brauchen neue Formen der institutionalisierten Zusammenarbeit zwischen Politik, staatlichen Einrichtungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Nur so ist das alte Prinzip “erst entscheiden, dann Vorhaben durchführen”, neu und kreativ zu ersetzen. Und das braucht es, denn nur so ist Politik erfolgreich – im Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern. Ein Thinktank sollte überkommene und nicht funktionierende politische Prinzipien neu bewerten und Alternativen veranschaulichen.

Ein Vorschlag von Michael Müller
8 Kommentare 194 Unterstützer

Schon heute ist das “Branchenbuch” des BBLOG ein stark frequentiertes Angebot mit täglich bis zu mehreren hundert Besuchern. Dies könnte man weiterentwickeln, systematisch alle Anbieter von Dienstleistungen erfassen und katalogisieren sowie das Portal mit einem starken Recherchetool aufwerten, so dass es eine wertvolle Unterstützung für Träger von Beteiligungsverfahren bietet. Auch eine Bewertungsoption wäre anzudenken.

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
1 Kommentar 188 Unterstützer

Insbesondere Kommunen sollten in ihrem Partizipationspotenzial gestärkt werden. Es muss klar gestellt werden, welches Know-how, welche Verwaltungsstrukturen, Instrumente und Ansprechpartner hier benötigt werden. Der Think Tank könnte hier konkrete Leitlinien und Rahmenbedingungen für Bürgerbeteiligung erarbeiten.

Ein Vorschlag von Martina Stienemann
9 Kommentare 179 Unterstützer

Oft noch werden Partizipationsverfahren nur dann eingesetzt, wenn es einen Konflikt zu lösen oder eine Fehlentscheidung zu beheben gilt. Doch Beteiligungsverfahren können mehr als nur eine kurative Maßnahme sein. Ihre explorativen und perspektiventwickelnden Qualitäten könnten in einem Thinktank genauer untersucht und ausgebaut werden.

Ein Vorschlag von Stefan Löchtefeld
0 Kommentare 173 Unterstützer

Besonders in Bezug auf Großprojekte muss man leider sagen, dass die Öffentlichkeit viel zu spät von geplanten Vorhaben erfährt. Informationen sind zwar theoretisch verfügbar, werden aber nicht rechtzeitig von der Öffentlichkeit beachtet. Der Protest formiert sich erst, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Ich denke hier vor allem an große Bauprojekte, wie zum Beispiel Stuttgart 21. Eine Aufgabe des ThinkTanks könnte es sein, zu erarbeiten, wie eine transparente Informationspolitik aussehen müsste, die die Bevölkerung rechtzeitig in Planungsprozesse mit einbezieht.

Ein Vorschlag von Lara Liebermann
5 Kommentare 166 Unterstützer

Ich denke, es ist auch sehr wichtig darüber nachzudenken, wie man alle Menschen für Beteiligung begeistern kann. Insbesondere Menschen mit bildungsfernen und sozialschwachen Hintergründen. Aber auch LGBTQ-Leute oder Zugewanderte sowie Senioren und Jugendliche. Politik und Einmischung in Politik ist immer noch sehr den sogenannten Profis und Experten überlassen. Um Bürgerbeteiligung für mehr Menschen zugänglich und attraktiv zu machen, wären vielleicht Vermittler oder Agents hilfreich, die aus der gleichen Gruppe oder Szene kommen und so andere besser erreichen können. Über solche Vermittlungsfragen sollte ein Thinktank auch nachdenken.

Ein Vorschlag von Petra Klemm
1 Kommentar 159 Unterstützer

Die Politik steht oft unter Zeit- und Entscheidungsdruck. Ein ThinkTank für Partizipation sollte die Verein- und Machbarkeit von Beteiligungsverfahren, die oft sehr zeitaufwendig sind, mit politischen Entscheidern diskutieren und sicherstellen, dass Bürgerbeteiligung trotzdem stattfinden kann.

Ein Vorschlag von Prof. Dr. Mojib Latif
0 Kommentare 156 Unterstützer

Beteiligungsverfahren sind oft zeitintensiv und in ihrer Organisation aufwendig. Damit Beteiligung wirklich funktioniert, müssen solche Prozesse auf Effizienz und Fehlervermeidung hin optimiert werden. Auch dies sollte ein zukünftiger Think Tank für Partizipation mitdenken.

Ein Vorschlag von Prof. Dr. Mojib Latif
1 Kommentar 151 Unterstützer

Ein Think Tank sollte bereits gelungene Beteiligungsverfahren sammeln und archivieren, damit andere von diesen Best-Practice-Beispielen lernen und profitieren können.

Ein Vorschlag von Martina Stienemann
3 Kommentare 148 Unterstützer

Die Menge an Literatur, aber auch an Promotionen und Habilitationen zu Partizipationsthemen ist bislang recht überschaubar. Sie wird sich in den kommenden Jahren jedoch weiter entwickeln. Eine zentrale Plattform, über die Forschungsarbeiten recherchiert, Autoren kontaktiert und eigene Forschungsvorhaben vorgestellt sowie Partner gesucht werden können, wäre hilfreich.

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
4 Kommentare 147 Unterstützer

Bürgerbeteiligung und Partizipationsverfahren haben unterschiedlichste Formen, Ziele und Zwecke. Diese sollten in einem ThinkTank genau bestimmt und erörtert werden, um später problem- und themenspezifisch die richtigen Beteiligungswerkzeuge einsetzen zu können.

Ein Vorschlag von Prof. Dr. Mojib Latif
5 Kommentare 130 Unterstützer

Internetgestützte Beteiligungsverfahren können ein wertvolles Instrument darstellen. Es muss jedoch bedacht werden, dass Technik dabei nur ein Mittel zum Zweck ist. Gerade in den Kommunen bedarf es entsprechender und nachhaltiger Infrastrukturen in den Verwaltungen. Ein Think Tank kann die Vor- und Nachteile von ePartizipation genauer untersuchen.

Ein Vorschlag von Martina Stienemann
0 Kommentare 126 Unterstützer

Um die langfristige Wirkung und Nachhaltigkeit politischer oder wirtschaftlicher Entscheidungen zu gewährleisten, sollte ein Thinktank nicht nur Fragen der bürgerlichen Mitgestaltung, sondern genaue Strukturen einer funktionierenden und wachsenden Beteiligungskultur erörtern. So sollte das bereits vorhandene bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement gestärkt und verstetigt werden.

Ein Vorschlag von Martina Stienemann
0 Kommentare 126 Unterstützer

Ein Think Tank für Partizipation sollte sich auch Fragen und Defiziten der derzeitigen repräsentativen Demokratie widmen. Die Förderung einer Basis (als kritische Masse) wäre sinnvoll, um mehr Konsens und weniger Stellvertreterdemokratie zu erzielen.

Ein Vorschlag von Reinhold Messner
5 Kommentare 120 Unterstützer

Beteiligungsverfahren brauchen Zeit und widmen sich in unterschiedlichen thematischen Kontexten sehr komplexen Zusammenhängen. Ein Think-Tank sollte daher auch Instrumente erarbeiten, die eine Beurteilung erlauben, zu welchen Fragestellungen, in welchem Umfang und zu welchem Zeitpunkt Bürgerbeteiligung sinnvoll ist.

Ein Vorschlag von Prof. Dr. Mojib Latif
0 Kommentare 120 Unterstützer

Interdisziplinarität fördert Kreativität. Durch vielfältige Fachkenntnisse, Kompetenzen und Sichtweisen können Forschungsfragen in all ihren Facetten beleuchtet und ausgearbeitet werden.

Ein Vorschlag von Martina Stienemann
2 Kommentare 100 Unterstützer

Der Blick über den Tellerrand hilft immer. Es ist spannend, zu sehen, wie Beteiligung in anderen europäischen Ländern, weltweit, in internationalen Prozessen und in anderen politischen Systemen funktioniert, gedacht und umgesetzt wird. Das kann auch die Diskussion in Deutschland weiter bringen. Der ThinkTank könnte hier internationale Erfahrungen auswerten und soweit möglich Vergleichsstudien erarbeiten.

Ein Vorschlag von Jörg Sommer
5 Kommentare 97 Unterstützer

Im Hinblick der zahlreichen globalen Herausforderungen, wie durch den Klimawandel, die Vertreibungen durch Krieg oder multilaterale Handelsverträge, sollte ein ThinkTank zu Partizipation unbedingt ermessen, inwiefern solche Themen grenzübergreifend und bürgernah verhandelt werden können. Gerade um die Legitimation (rechtliche und ethische) zukünftiger Entscheidungen zu gewährleisten.

Ein Vorschlag von Prof. Dr. Mojib Latif
0 Kommentare 80 Unterstützer

In einer echten Demokratie werden die zentralen Bestimmungsstücke wie Wählerwille, politische Leistung, Eignung, Gemeinwohl und Repräsentativität konkret gemessen und zur transparenten Optimierung genutzt, statt nur behauptet und inszeniert. Damit Ethik, Gemeinwohl und Menschenrechte die real tragende Basis in der Politik werden, bedarf es attraktiver und wirkungsvoller Partizipations- und Entscheidungsmethoden, die bezüglich Messung der Qualität einer Idee oder Leistung stetig verbessert werden und die über die aktuelle Entscheidungsfindung via finanziellem Zufall und “hat die Haare schön” hinausgehen.

Ein Vorschlag von Jana Buchmann
0 Kommentare 80 Unterstützer

Es ist großartig, dass es einen solchen Think Tank geben soll. Wichtig wäre für mich, dass dieser schon in seiner Grundorganisation partizipatorisch handelt und dann im Dialog mit unterschiedlichen Interessengruppen in den dazu passenden Formaten zunächst herausfindet, wo diese Beteiligung suchen beziehungsweise wo sie sie nicht suchen, weil sie sie gar nicht interessiert und wo sie sich ausgeschlossen fühlen. Beteiligung kann nur funktionieren, wenn Interesse und Informationen vorhanden sind. Hieran hapert es oft bei einem Top-Down-Ansatz.

Ein Vorschlag von einem Diskursteilnehmer
8 Kommentare 79 Unterstützer

Zunehmend führen Landes- und Bundesbehörden Bürgerbeteiligungsverfahren durch, ohne dass man davon erfährt. Aufrufe, sich als Teilnehmer zu bewerben, erreichen vielleicht noch die eine oder andere Interessengruppe, aber nicht die breite Öffentlichkeit. Online-Plattformen dümpeln in den Tiefen des World Wide Web vor sich hin. Aufgabe des Think Tank könnte sein, eine zentrale Online-Plattform zur Verfügung zu stellen (und bekannt zu machen), die tagesaktuell über laufende und für die breite Öffentlichkeit geöffnete Beteiligungsverfahren (sowohl online als auch face-to-face) informiert.

Ein Vorschlag von Andreas Paust
2 Kommentare 75 Unterstützer

Ich komme aus der ehemaligen DDR. Dort haben wir als Umweltbewegung mit unseren Umweltbibliotheken gute Erfahrungen gemacht, sie waren nicht nur ein Hort des (unbequemen) Wissens sondern auch ein Treffpunkt zum Austausch und zur Entwicklung von Ideen. Eine Beteiligungsbibliothek sollte unbedingt zum Angebot des Think-Tanks gehören.

Ein Vorschlag von HG
3 Kommentare 70 Unterstützer

Verpackt im Handlungsfeld “Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation”, unter anderem im Rahmen der Förderung kommunaler Klimaschutzaktivitäten (Klimaschutzkonzepte, Masterplan 100% Klimaschutz), können Kommunen partizipative Prozesse anstoßen – mehr jedoch nicht. Hilfreich wäre eine Überarbeitung, eine prominente Verankerung und gezielte Förderung in Förderprogrammen und ein Wegweiser zu konkreten Förderprogrammen.

Ein Vorschlag von Martina Stienemann
3 Kommentare 67 Unterstützer

Es gibt eine eklatante Forschungslücke bzgl. system- und gesellschaftskritischer Theorien speziell in der Psychologie. Strukturen, psycho-soziale Prozesse und Folgen des aktuellen Designs bzw. der Architektur unseres Polit- und Wirtschaftssystems (z.B. Teile-und-Herrsche und Konformitätsexperimente mit bestimmtem Risiko zu Werteverfall, ideologischer Entfremdung, Persönlichkeitsveränderungen, Gewalt und Faschismus) werden nicht ausreichend und systematisch untersucht und diskutiert. Ein ThinkTank für Partizipation sollte sich dringend entsprechenden Fragen widmen unter Berücksichtigung von psychologischen Grundlagen des Lernens, der Motivation, demokratischer Entscheidungsfindung und eines menschenwürdigen, nachhaltigen Zusammenlebens.

Ein Vorschlag von Jana Buchmann
6 Kommentare 43 Unterstützer

OHNE neue offline- und online-Methoden und Tools zur gleichberechtigten und selbstgesteuerten Entscheidungsfindung mit leistungsgerechtem Feedback bzgl. Vernunft, Gemeinwohl und Glück werden Menschen in Politik und Alltag eher hilflos, resignativ oder asozial und entwickeln (kollektive) Ideologien bis Wahnsymptome. Ein neuer ThinkTank für Partizipation könnte hierzu Ideen und Projekte entwickeln/fördern, die von jung bis alt selbstgesteuertes Lernen, Diskutieren und gemeinwohlorientiertes Entscheiden mit werteorientierten Abstimmungen hinsichtlich Umwelt-, Tier- und Menschenrechten für einen friedlich ökologischen Wandel praktizieren.

Ein Vorschlag von Jana Buchmann

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